Winfried Kuhn Archives - inBiblio
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Winfried Kuhn

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Le antichita di Ercolano esposte

1755-1792. Folio (49 x 38 cm). Mit gestochenem Titel, 2 gestochenen Porträts, 609 teils gefalteten Kupfertafeln und 1 gefalteten gestochenen Karte. Pra?chtige marmorierte Lederba?nde der Zeit mit zwei Ru?ckenschildern und reicher ornamentaler Ru?ckenvergoldung (gering berieben). Einzige Ausgabe des grandiosen Prachtwerks mit großformatigen Illustrationen u?ber die antiken Kunstscha?tze, die bei den Ausgrabungen von Herculaneum und Pompeji gefunden wurden, zugleich die erste autorisierte Publikation dieser sensationellen Funde. Luxurio?s gestaltet und nach Gattungen geordneter Bestandskatalog (vgl. Steiner, Die Anfa?nge der Archa?ologie in Folio und Oktav S. 33 Nr. 1). – Millard IV, S. 3, Nr. I (sehr ausfu?hrlich); Cicognara 2645; Ebert 711; Ornamentstichsammlung Berlin 3947; Brunet I, 314: "Ouvrage tre?s curieux et magnifiquement exe?cute?". – This is the first attempt at a systematic description of the archaeological finds made at Herculaneum during the eighteenth century, and is the most important source for the development of neo-classical art. Both the finds and information concerning them was jealousley guarded to the extent that these descriptive volumes were generally only presented as gifts by the King of the Two Sicilies to other members of European royalty (Kissner 109). – Das a?ußerst opulent ausgestattete Werk umfaßt folgende Abteilungen: Le pitture antiche d’Ercolano e contorni incise con qualche spiegazione (Ba?nde I-V) 1757-79. – De bronzi di Ercolano e contorni. Tomo primo busti. Tomo secondo statue. (Ba?nde VI-VII) 1767-71. – Le lucerne ed i candelabri d’Ercolano (Band VIII) 1792. – Catalogo degli antichi monumenti dissotterrati dalla discoperta citta? di Ercolano per ordine della maesta? di Carlo Re? delle due Sicilie, ed di Gierusalemme (Band IX, dieser wohl in 2. Aufl.) 1755. – Scho?nes breitrandiges Exemplar in herrlichen zeitgeno?ssischen Lederba?nden, innen teils etwas gebra?unt und fleckig. Die Anzahl der Portra?ts bei den einzelnen Exemplaren schwankt deshalb, da einige doppelt eingebunden waren.
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Voyage pittoresque en Sicile de?die? a son altesse royale Madame la Duchesse de Berry. 2 Teile in 1 Band.

Gigault de la Salle, Achille E?tienne 1822-26. Imperial-Folio (59,5:46,5 cm). Mit 1 gestochenen Karte und 92 Aquatintatafeln. 4 Bla?tter, 40 Seiten; 2 Bla?tter Titelei und 1 Blatt "Table"; ferner 93 Textbla?tter zu den Tafeln. Pra?chtiger roter Maroquinband der Zeit mit reicher ornamentaler Ru?ckenvergoldung, 2 umlaufen- den ornamentalen vergoldeten Deckelbordu?ren, Steh- und Innenkantenvergoldung und Goldschnitt (etwas beschabt und fleckig, Gelenke versta?rkt). Einzige Ausgabe eines der scho?nsten Bu?cher u?ber Sizilien und in einem repra?sentativen luxurio?sen zeitgeno?ssischen Einband. – Abbey Travel in Aquatint and lithography 262 (sehr ausfu?hrlich); Graesse VI, 2, 400; nicht bei Lipperheide. – Opulent ausgestattete Monographie mit romantischen Orts- und Landschaftsansichten u.a. von Franz Hegi, Ch. Bentley, Himely und Salathe? nach Huber, Forbin, Cassas u.a. – Rare views of Sicily: a beautiful example, with wide margins, of the first edition of one of the most lavish of all aquatint books illustrated by the foremost Swiss and British aquatint artists of the day, including the two Fieldings, after original studies by some of the leading European artists. One of a very small number of aquatint books depicting Italian scenery, which shows Palermo (12 plates), Monreale (2), Segesta (4), Agrigento (16), Syracuse (16), Catania (5), Taormina (4), Messina (5), and several other towns, as well as temples, ruins, and views of Mt Etna. D’Ostervald, the editor, originally intended to issue Voyage pittoresque en Sicile in between 27 and 32 parts, but as he states in the ‘Avis de l’Editeur’, he resisted this desire and limited the work to 24 parts, in order not to over-extend it, nor weary his subscribers. The remarkable plates are, as Abbey records, in large part the work of English engravers, whose reputation was very high at the time in France and who were responsible for 43 of the 92 plates. Sehr gut erhalten. Text gering stockfleckig, die Tafeln gelegentlich in den Ra?ndern, ca. 5 Taf. insgesamt etwas sta?rker gebra?unt und fleckig. Die Subskribentenliste hier wie oft nicht beigegeben. Dem Tafelverzeichnis zufolge vollsta?ndig mit einer Karte. Es lassen sich aber auch Exemplare mit einer zweiten Karte nachweisen.
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Ueber den Werth des pathologischen Experiments. Gelesen in der zweiten allgemeinen Sitzung des Internationalen medicinischen Congresses zu London am 3. August 1881.

Virchow, Rudolf Seiten 373-398. Halbleinen-Kartonage der Zeit Erstdruck der berühmten Rede über Experimente an Tieren auf dem 7. internationalen Medizinkongress. – Rather 639. – "Die Vivisektionsfrage spielte unter den behandelten Themen eine wichtige Rolle. Einstimmig wurde hierzu eine Resolution angenommen, in der dem Experiment am lebenden Tier höchste Bedeutung in Vergangenheit und Zukunft beigemessen und der Wunsch ausgesprochen wurde, kompetente Personen nicht in der Ausübung solcher Experimente zu behindern. Maßgeblichen Anteil an ihrem Zustandekommen hatte Rudolf Virchow. In der zweiten allg. Sitzung des Kongresses, der auch der Kronprinz Friedrich von Deutschland und der Prinz von Wales beiwohnten, hielt er seine bekannte Rede. Zum Schluß seiner Rede verwahrte sich Virchow dagegen, daß man die Forscher "a priori für rohe, des sittlichen Gefühls bare, fast auf der Schwelle des Verbrechers stehende Barbaren" hielte und nannte den Vorwurf, die Vivisektion gefährde das Christentum, Abdera’s würdig. Diese glänzende Rede und die einmütige Resolution des Kongresses waren in der Folge für unparteiische Beurteiler des Vivisektionsproblems ein nicht zu überhörendes Zeugnis für die Unentbehrlichkeit des Tierversuchs" (Bretschneider, Der Streit um die Vivisektion im 19. Jahrhundert, S. 72 f.). – Bibl.-Stempel mit Abgabe-Vermerk. – Sehr gut erhalten.
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Erkenntnis und Irrtum. Skizzen zur Psychologie der Forschung.

Mach, Ernst Erste Ausgabe. "Erkenntnis und Irrtum" ist das bekannteste Werk Ernst Machs, dessen Denken später u. a. von Ludwig Wittgenstein, Moritz Schlick und Rudolf Carnap vertretenen philosophischen Neopositivismus vorbereitete und beeinflusste (H. Landry). Die von Mach initiierte Richtung ist unter dem Namen "Empirio-Kritizismus" in die Geschichte der Philosophie eingegangen. – Robert Musil schrieb seine Dissertation über Machs Lehre (Berlin 1908). Machs Themen nahmen "einen hervorragenden Platz unter den Denkanstößen (für Albert Einstein) ein. Sie trugen wesentlich zur Einsteinschen Entdeckung der Relativitätstheorie bei". Mach wurde auch als Wegbereiter der Allgemeinen Relativitätstheorie bezeichnet. Lenin veröffentlichte 1908 das Buch "Materialismus und Empirio-Kritizismus", das die Wiener Richtung kritisierte. Machs Empirio-Kritizismus war dem dialektischen Materialismus diametral entgegengesetzt. Wer "Machist" wurde, ging als Marxist verloren. Friedrich Adler versuchte in seiner Schrift "Ernst Machs Überwindung des Mechanischen Materialismus" (1918) das Verhältnis des Empirio-Kritizismus zum Marxismus zu präzisieren und meinte hierin, daß Mach für die Erkenntnis der Natur dasselbe vollbracht habe wie Marx und Engels für die Erkenntnis der Gesellschaft. – Mach war bereits 57 Jahre alt, als er 1895 (von der Prager Universität) nach Wien zurückkam und auf eine neugeschaffene Professur für Philosophie, insbesondere Geschichte und Theorie der induktiven Wissenschaften berufen wurde. Das geschah zwar unter heftigsten Agitationen von klerikaler Seite, aber es fügte sich zugleich ein in jenes anti-kantianische Ressentiment, das die österreichische Philosophie im 19. Jahrhundert prägte und von Kirche und Hof begünstigt wurde. Mach hatte nur kurze Zeit an der Wiener Universität gewirkt. Nach einem Schlaganfall, der seine Forschungs- und Lehrtätigkeit bereits 1898 stark beeinträchtigte, reichte er 1901 sein Pensionierungsgesuch ein. Als sein Nachfolger wurde Ludwig Boltzmann berufen. – Aus dem Inhalt: Philosophisches und naturwissenschaftliches Denken. Eine psycho-physiologische Betrachtung. Gedächtnis, Reproduktion und Association. Reflex, Instinkt, Wille, Ich. Die Entwicklung der Individualität in der natürlichen und kulturellen Umgebung. Die Wucherung des Vorstellungslebens Erkenntnis und Irrtum. Empfindung, Anschauung, Phantasie. Anpassung der Gedanken an die Tatsachen und aneinander. Über Gedankenexperimente. Das physische Experiment und dessen Leitmotive. Die Ähnlichkeit und die Analogie als Leitmotiv der Forschung. Die Hypothese. Das Problem. Die Voraussetzungen der Forschung. Beispiele von Forschungswegen. Deduktion und Induktion an psychologischer Beleuchtung. Zahl und Maß. Der physiologische Raum im Gegensatz zum metrischen. Zur Psychologie und natürlichen Entwicklung der Geometrie. Raum und Geometrie vom Standpunkt der Naturforschung. Die physiologische Zeit im Gegensatz zur metrischen. Zeit und Raum physikalisch betrachtet. Sinn und Wert der Naturgesetze. – Geisteswissenschaften – Naturforschung, Philosophie (Antiquariat Hierana). – Bibl.-Stempel mit Abgabevermerk
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Reise der österreichischen Fregatte Novara um die Erde in den Jahren 1857, 1858, 1859 unter den Befehlen des Commodore B.von Wüllerstorf-Urbair. – Statistisch-commercieller Theil. Zweiter Band.

Scherzer, Karl von Gr.-4°. VI, 540, 150 Seiten mit XXII in den Text gedruckten und VIII lithographirten Karten. Später Bibliotheks-Halbleinenband mit goldgepägtem Rückentitel. – Borba de Moraes 77619; ÖBL X, 93f.; Sabin 77619 – Die Fregatte Novara umfuhr als letztes Segelschiff die Erde. "Unter dem Kommando d. Commodore Wüllerstorf-Urbair, der auch die ozeanographischen und meteorologischen Beobachtungen leitete, ging es durch das Mittelmeer nach Madeira, Rio de Janeiro, Kapstadt, Neu-Amsterdam, Ceylon, Madura zu den Nikobaren, nach Singapore und über Batavia, Manila, Hongkong nach Shanghai und von hier über Sidney nach Auckland, wo der Geologe Hochstetter die Expedition verließ, um die Doppelinsel 9 Monate hindurch gründlich zu erforschen. Die Heimreise führte über Tahiti nach Valparaiso. Die Untersuchung der durchfahrenen Meere und der maritimen Meteorologie eröffnete die ozeanographische Forschung." (Hassinger) – Die Novara brachte reiche naturwissenschaftliche und ethnologische Sammlungen mit denen die neugegründeten Hofmuseen in Wien ausgestattet wurden. Der Verf. Karl Scherzer "wurde von Erzherz. Maximilian mit der Leitung des wissenschaftl. Stabes betraut. Von der Reise brachte er die erste größere Menge von Kokablättern nach Europa mit und ermöglichte damit die Darstellung des Kokains (1860)." (ÖBL) – Teilweise etwas fleckig.
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Antiquites d?Herculanum. Gravées par Th. Piroli, avec une explication par S.-Ph. Chaude et publiées par F. et P. Piranesi, frères. 6 Bände in 3 Bänden.

Piroli, Tommaso Paris, Piranesi & Leblanc, 1804-1806. 4°. Mit 307 Kupfertafeln und 1 gefalteten Kupferkarte. Halblederbände um 1860 mit Rücken-vergoldung und vergoldeten Deckelfileten (gering berieben). – Diese äußerst seltene Quartausgabe basiert auf der berühmten italieni-schen Folioausgabe der Antichità di Ercolano esposte, die in Rom von 1789 bis 1792 erschien. ? Graesse V, 304; Brunet IV, 604; nicht bei Cicognara, Lipperheide und im Katalog der Ornamentstichsammlung Berlin. ? Umfangreiches Tafelwerk mit schönen Abbildungen der wenige Jahre zuvor in Herculaneum aufgefundenen antiken Kostbarkeiten. Die Bände 1-3 enthalten die Peintures, die Bände 4-5 Bronzes und Band 6 Lampes et candelabres. Die Kupfer sind eigens für diese Ausgabe veran-staltete verkleinerte Nachstiche von Tommaso Piroli. ? Je Tafel mit 1 Blatt Erläuterungen. ? Tommaso Piroli (1752-1824) war ein römischer Kupferstecher, der von 1804 bis 1807 für den Verlag der Piranesi in Paris tätig war, auch 1810 und 1816 wirkte er dort noch einmal (vgl. Thieme /Becker XXVII, 87). Innenspiegel von Band 1 mit , darunter handschriftlich . Louis-François Nicod de Ronchaud (1816-1887) war ein französischer Historiker, der 1872 zum Generalsekretär der schönen Künste ernannt wurde und 1881 bis 1887 Direktor der Nationalen Museen war. – Insgesamt schönes und vollständiges Exemplar.
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Handbuch zum Erkennen und Heilen der Kinderkrankheiten, nebst der Physiologie, Psychologie und diäterischen Behandlung des Kindes. 2 Bände.

Jörg, Johann Christian Gottfried XIII, 270 Seiten, 1 Blatt – Seiten (273)-630, 1 Blatt. Schöne Halbleinenbände mit dezenter Rückenvergoldung (gering berieben) Ein frühes Handbuch der Kinderheilkunde – Hirsch III, 401-403. Möglicherweise ein unberechtigter Nachdruck. Die erste Ausgabe erschien 1826 in Leipzig, die zweite 1836 ebenfalls in Leipzig. Johann Christian Gottfried Joerg, am 24. December 1779 zu Predel bei Zeitz geboren, bezog 1800 die Universität Leipzig, um Naturwissenschaften zu studiren. Nur in Folge eines Zufalles wandte er sich später der praktischen Medicin zu. Von seinen Commilitonen erwählt, hielt er am Grabe des am 10. November 1801 plötzlich verstorbenen ordentlichen Professor der Anatomie, Dr. Haase, eine ergreifende Rede, in Folge deren er aufgefordert wurde, wie man sich damals ausdrückte, "bei der Universität zu bleiben" , d. h. sich der akademischen Laufbahn zu widmen. Schon im Sommer 1802 erhielt er bei dem Stadtgeburtshelfer Dr. Menz die Stelle eines Amanuensis, in der ihm reichlich Gelegenheit geboten wurde, sich in der Geburtshilfe auszubilden. Auf diese Weise kam er wohl in die Lage, viele geburtshilfliche Operationen auszuführen, aber keine einzige normale Geburt zu beobachten. Hierdurch und durch das Lesen der Schriften des berühmten Lucas Johann Boer angeregt, beschloss er an Ort und Stelle Boer’s dem Operiren abholde Behandlungsweise kennen zu lernen. Er begab sich nach Wien und verweilte daselbst sechs Monate, sich fleissig dem geburtshilflichen Studium widmend. Nach einem Ausfluge in die deutschen Alpen, zu zoologischen und botanischen Zwecken und Absolvirung der medicinischen Examina, erwarb er 1804 zu Leipzig die philosophische Doctorwürde, habilitirte sich 1805 als Magister legens und disputirte in demselben Jahre als Doctor der Medicin und Chirurgie. Von nun an wirkte er durch Wort und Schrift für Erhebung der Geburtshilfe zur eigentlichen Wissenschaft, wovon seine Lehrbücher der Physiologie, der Geburtshilfe, der Weiber- und Kinderkrankheiten, sein Hebeammenlehrbuch , sowie seine Schriften zur Beförderung der Kenntniss des Weibes Zeugniss ablegen. Als in Gemässheit einer Stiftung der am 1. Mai 1806 verstorbenen Appellationsräthin Trier die nur durch die Kriegsjahre verzögerte Errichtung einer Hebeammenschule und Entbindungsanstalt zum Unterrichte für Studirende der Medicin in’s Leben treten sollte, wurde Jörg, der deshalb einen Ruf^nach Königsberg abgelehnt hatte, 1810 zum Ordinarius der Geburtshilfe, sowie zum Vorstande des genannten Institutes ernannt. Seinen Bemühungen ist es zu danken, dass dieses Institut nach Uebersiedlung in eine andere Strasse bedeutend erweitert wurde. Er war nach den verschiedensten Richtungen hin thälig. Er wirkte als Lehrer, medicinischer Schriftsteller und praktischer Arzt; so fungirte er z. B. 1813 nach der Leipziger Schlacht als Dirigent eines grossen Militärhospitales auf dem zur Stadt gehörigen Vorwerke Pfaffendorf. In geburtshilflicher Beziehung lehnte er sich enge an die Lehren seines früheren Lehrers Boer an und vertrat energisch die Wirksamkeit der Naturkräfte am Geburtsbette. Diese seine Grundsätze brachten ihn in scharfe Polemik mit Boer’s bekanntem Gegner, dem Göttinger Professor Friedrich Benjamin Osiander. Als Kind des XVIII. Jahrhunderts war seine literarische Thätigkeit nicht blos auf seine Disciplin beschränkt, sondern eine allgemeinere. Er schrieb über interne Medicin, über das epidemische Nervenfieber, die Cholera etc., über Chirurgie, über Verkrümmungen und Klumpfüsse, über gerichtliche Medicin, Materia medica u. s. w. und trat selbst als populärwissenschaftlicher Schriftsteller auf, indem er mit seinem Freunde Tzschirner, Domherr und Superintendent, eine Schrift über die Ehe verfasste. Durch Krankheit und Alter geschwächt, im Begriffe sich in den Ruhestand zurückzuziehen, starb er am 20. September 1856. – Schönes Exemplar
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Acute Exantheme und Hautkrankheiten.

Hebra, Ferdinand von VIII, 638 Seiten. Späterer Leinenband mit vergoldetem Rückentitel Erste Ausgabe. – Garrison/Morton 4049; Löser, Plewig, Burgdorf, Pantheon of Dermatology 462; Hirsch-Hübotter III, 104. – Das Werk "zeigt Hebra auf der Höhe seiner Schaffenskraft. In origineller eindringlicher Diction wurden hier Krankheitsbilder von unverkennbarer Prägnanz, jedes sich scharf von dem anderen abhebend, vorgeführt; neue Species wurden unterschieden (so Lichen ruber und scrophulosorum, Eczema marginatum); altbekannte anders abgegrenzt (so Prurigo, Psoriasis); andere als Uebergangstadien erklärt und gestrichen (so die Stadien des Eczems, des Erythema multiforme). Bei aller Reichhaltigkeit des Inhalts zeigte so die Dermatologie eine einfache, Jedem zugängliche Form" (H./H.). First edition, "it remains today one of the most stimulating books in dermatology"Pusey, Hist. of Dermat., 105. In this work, Hebra (1816-1880), founder of the histologic school of dermatology, provides a classic exposition of the essential nature of eczema. Garrison & Morton 4049: Complete description of tinea cruris (eczema marginatum), first described by Bärensprung in 1854. (pp.361-363). – Das vorliegende Werk bildet den in sich abgeschlossenen Band 3 des Handbuchs der speciellen Pathologie und Therapie, redigiert von Rudolf Virchow. – Reihentitel oben handschriftlich mit "Geschenk aus der Bibliothek des Dr. O. Rosenbach". Bibl.-Stempel mit Abgabevermerk. – Sehr gut erhalten und nahezu fleckenfrei
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Theoretisch-practische Darstellung der Hautkrankheiten. Nach der zweiten durchaus verbesserten Ausgabe des Originales in deutscher Uebertragung herausgegeben von Hermann Stannius. 3 Bände.

Rayer, Pierre-Francois-Olivier Enslin, 1837-1839. Schwarze Pappbände mit dezenter Rückenvergoldung und jeweils goldgeprägtem Rückentitel (etwas fleckig und berieben, Ecken bestoßen, Hinterdeckel von Band 1 an der oberen Ecke etwas gequetscht). Von größter Seltenheit. – Callisen XXXI, 374; Löser/Plewig/Burgdorf 927-932; Hirsch/Hübotter IV, 736/737 (first German edition Weimar 1827); Hirsch/Hübotter V, 390 (Stannius). – Rayer war Chefarzt des Hôpital de la Charité in Paris, Professor der vergleichenden Medizin und Dekan der Pariser Medizinischen Fakultät, Leibarzt von Louis Philippe und Napoleon III. Er und Alibert waren wohl die bedeutendsten Dermatologen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Rayer hat sich ebenfalls mit der Einteilung der Hautkrankheiten befaßt, dabei sich aber an Willan orientiert. Stannius (1808-1883) was born in Hamburg and died in Rostock. After studying medicine in Breslau and finishing his thesis 1831, he practiced in Berlin in the Friedrichstädtischen Hospital since 1833, became Privatdozent and finally received a call as Professor of Zoology and Comparative Anatomy in Rostock. He became famous for his experiments with frog hearts, his textbook of comparative anatomy and many other contributions in anatomy and physiology. Finally he translated several foreign texts, an example being the above work. – Innen tadellos erhalten und nahezu fleckenfrei